Statement Julia Oesch

Veröffentlicht von ek am

Anja Fridolina Bitzenhofer, Mona Somm, Julia Oesch, Manuela Dumfart, Elisabeth Kulman

„Ich bin heute nach Innsbruck gekommen, weil mich der ehemalige Leiter der Tiroler Festspiele wegen Rufschädigung verklagt hat. Das hindert mich aber nicht daran, weiter Stellung zu beziehen und meinen Beitrag zu leisten, um die Arbeitsbedingungen für Musiker und Musikerinnen zu verbessern.

Machtmissbrauch, Übergriffe und Machismus dürfen unseren Arbeitsalltag nicht mehr bestimmen. Es hat eine Zeitenwende stattgefunden, aber es braucht noch viele mutige Frauen und Männer, die sich nicht verstecken, sondern aufstehen und für Fairness kämpfen.

Ich selbst erlebe große Unterstützung, viel Rückhalt und Solidarität. Das Netzwerk der Mutigen wird immer größer, sodass ein faires und angstfreies Arbeitsumfeld geschaffen werden kann. Für uns und unserer Kinder. Dafür werde ich mich weiterhin einsetzen.“

Julia Oesch, Innsbruck, 28. Mai 2019

Julia Oesch ist Mitverfasserin des Offenen Briefes der fünf Ex-Erler
Künstlerinnen vom 25. Juli 2018. Wenige Tage später hat sie auf Anfrage des
ORF in der „Zeit im Bild 2“ davon erzählt, was sie bei den Tiroler Festspielen
erlebt hat. In der Folge ist sie von Gustav Kuhn zivilrechtlich verklagt worden,
und zwar auf Unterlassung ihrer Aussagen in diesem Interview und auf
Veröffentlichung eines Widerrufs in zwei großen österreichischen
Tageszeitungen.


Über die Verhandlung am 28. Mai 2019 in Innsbruck zwischen Gustav Kuhn und Julia Oesch berichtet Edith Meinhart im „profil“.


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